Ikea Gardinen und einfach ma mehr draus machen

Tach auch,


so ein großes Wohnzimmer is ja wat herrliches! Die Blagen haben Platz zum spielen, Gäste müssen nicht im Tetris-Stil auf dem Sofa gestapelt werden und der Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt. Als wir renoviert haben, lag mein Fokus allerdings mehr darauf das Kinderzimmer der Kleenen fertig zu kriegen und den kleinen Zwerg in mir weiter auszubrüten. Also wurde einmal das Pakett abgezogen und rundrum weiß gestrichen.

Als ich ein paar Wochen nach dem Umzug im Wohnzimmer saß, kam es mir dann aber doch etwas zu weiß vor. Weiße Wände, weiße Bilderrahmen, weiße Möbel. Ansich sehr schön und stimmig, aber doch noch ein bisschen kahl. Also was tun? Vielleicht erstmal Gardinen kaufen. Also ab nach Ikea. Ich schwöre, ich habe immer wieder versucht mal wo anders einzukaufen, aber immer scheitert dieses Vorhaben. Auch diesmal war ich in zwei anderen Möbelgeschäften. Natürlich hatten die auch Gardinen, aber halt hässliche. Sorgt der demographische Wandel dafür, dass es in sämtlichen Geschäften nur cremefarbene Ommagardinen, die selbst meine Omma nicht kaufen würde, gibt?

 

Naja, wat solls. Also auf in die blau-gelbe Wunderkiste. Erstmal die Kleene im Smaland abliefern. Da kriegt man jetzt so einen Pieper. Schade eigentlich. Ich hab mich immer gefreut über Durchsagen wie: "Die kleine Dayann-Moon-Schantall Krakowski möchte aus dem Smaland abgeholt werden". Am besten noch durchgesagt von einer echten Ruhrpottperle mit ner Stimme wie n Kerl nach zehn Pils und ner Schachtel Kippen. Aber ich schweife ab. Also wacker in die Gardinenabteilung und schwupp, gleich was hübsches gefunden. Dunkelgraue Schals, die ich kürzen werde um die hässlichen Belüftungsschlitze zu verdecken und weiße Schals mit Bäumen und Vögeln drauf. Dann ganz zielstrebig in Richtung Kasse. Wer hat mir eigentlich die Bilderrahmen und Teelichter in den Wagen gelegt? Alles bezahlen, Kind wieder abholen, schnell ein Hotdog und ein Softeis essen und ab nach Hause.

Ein paar Tage später dann die Gardinen gekürzt und bemerkt, dass ich die Aufhängerdinger vergessen habe. Also nochmal Ikea, nochmal Smaland, schon wieder Bilderrahmen im Einkaufswagen, noch ein Hotdog , noch ein Eis und wieder Heim. Schließlich die Gardinen aufgehängt. Hey, sieht schon echt hübsch aus, aber reicht irgenwie noch nicht ganz. Was könnte ich noch machen? Ein Stück von den Gardinen war noch übrig und neue Kissen wollte ich eh für Bob nähen. Ja, unser Sofa hat einen Namen. Also nochmal ran an die Maschine und Kissen nähen. Vom grauen Gardinenstoff ist noch ne Menge übrig geblieben, daraus habe ich dann zwei Kissen zurecht geschnitten. Dann das Motiv aus den Resten der weißen Gardinen ausgeschnitten und mit Vliesofix auf den grauen Stoff gebügelt. Das Ganze dann ordentlich mit einem engen Zickzack-Stich auf die Vorderseite appliziert und die restlichen Teile zusammen genäht. Sehr schön!

Und dann kam mir noch eine super Idee. Also griff ich zu Pinsel und Farbe und malte das Motiv der Gardine nochmal auf die Wand.

Ja, richtig. Das ist gemalt. Ich habe es Freihand gemacht, immer mit Blick auf das Originalmotiv. Wenn ihr Freihand nicht so sicher seid, empfielt es sich vorher dünn mit einem Bleistift zu zeichnen. Ich habe übrigens stinknormale Acrylfarbe benutzt und einen dünnen Pinsel. Ne Menge Arbeit, zugegeben. Aber es hat sich gelohnt. Guuut... ein Vogel sieht eher aus wie ein Huhn, aber irgendwas ist ja immer. Jedenfalls habe ich jetzt zwei schöne Bäume an der Wand, die optisch Bob, also das Sofa, einrahmen. Gardine, Wand und Kissen passen zusammen ohne dass es überladen wirkt. Jetzt sitze ich abends auf dem Sofa und denke "ach wie hübsch", wobei mir wahrscheinlich eher durch den Kopf geht "was mach ich als nächstes?" und "warum singt die Kleene eigentlich immer noch im Bett?"

 

Tschöö, Eure Tintenelfe Sandy

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Kommentare: 1
  • #1

    conny (murmel) (Donnerstag, 30 April 2015 15:50)

    so eine töfte Idee ... und ich hab erst nicht geglaubt dass es gemalt ist .... suuuuper schön