Tintenelfe kleckst grün - Erste Erkenntnisse und Tshirts upcyclen

Tach auch!

 

Jetzt ist es einen Monat her, dass ich hier verkündet habe grüner leben zu wollen. Natürlich möchte ich Euch weiterhin daran teil haben lassen und Euch erzählen was sich bei mir und in meinem Zuhause verändert hat.

Es ist gar nicht so einfach umweltbewusster zu leben. Sich von Bioprodukten zu ernähren ist teurer, überall ist alles in Plastik verpackt und die Industrie winkt mit schönen Dingen die wir konsumieren sollen. Dennoch habe ich versucht ein wenig mehr auf die Umwelt zu achten. Das ist bisher geschehen:


POSITIV:

 

Ernährung:

Gerade jetzt, wo ich mich mit Babybreis auseinander setzen muss, fällt es mir wieder auf: Für unsere Kinder achten wir auf Bio und für uns selber? Eher nicht! Aber warum soll nur das Essen für meine Kinder ohne Schadstoffe, Pestizide und dergleichen sein? Mir selber tut es doch auch gut. Ich habe in letzter Zeit vermehrt drauf geachtet Bio zu kaufen und zu schauen, was denn so in meinem Essen drin ist. Bei konvertionellen Lebensmitteln sind oftmals die Zutatenlisten ellenlang und mit seltsamen Zutaten versehen. Irgendwie ist es doch beruhigend zu wissen, dass man die Inhaltsstoffe auch wirklich kennt, die man da gerade zu sich nimmt. Also es gibt bei uns jetzt definitiv mehr Bio, auch wenns teurer ist. Außerdem gibts kaum noch Fleisch.

 

Kosmetik:

Ich habe vermehrt Produkte gekauft die Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau enthalten, keine tierischen Stoffe aufweisen oder an Tieren getestet werden. Vegan duschen ist gar nicht so schlecht. Ich habe mir die Duschgele von Original Source gekauft. Die Inhaltsangabe liest sich ein bisschen wie ein Obstcocktail und der Duft erst! Hmmm...! Zitrone-Teebaum riecht als würde man gerade eine frische Zitrone reiben um sich zauberhafte Muffins zu backen. Zum Schminken benutze ich schon länger die Produkte von Alverde Naturkosmetik und bin davon durchaus überzeugt. Beim Thema Haare waschen bin ich noch nicht so richtig fündig geworden. Ich hab erstmal das Shampoo von Alverde getestet, aber das konnte mich so gar nicht überzeugen. Ich hatte das Gefühl, dass die Haare beim einschäumen anfangen zu verfilzen. Also hab ich das Shampoo von Lavera gekauft. Es riecht lecker und ist auch soweit okay. So ganz so überzeugen, wie mein geliebtes Pantene Pro V, konnte es mich allerdings auch nicht. Da muss ich wohl noch ein bisschen suchen.


Putzen und waschen:

Zum Putzen und Waschen habe ich Produkte von Frosch und Ecover gekauft. Und wat soll ich sagen, die putzen genauso gut wie Chemiekeule, die Wäsche wird auch sauber und riecht gut - sogar besser als mit dem Aldi-Waschpulver. Außerdem hab ich auf diese kleinen Spüler verzichtet, die man ins Klo hängt. Eigentlich sind die ja nur für den Duft gut, also wech damit. Tut gar nicht weh!

 

NEGATIV:

 

Ernährung:

Ich kann zwar gut ohne Fleisch bzw. gaaanz wenig Fleisch, aber ich kann nicht ohne tierische Produkte. Milch, Käse, Joghurt und Eier. Finde ziemlich schwer drauf zu verzichten. Vielleicht versuche ich mal meinen Konsum ein wenig zu reduzieren, aber ganz ohne werde ich wohl nie leben.

 

Mobilität:

In nur einem Monat bin ich über 400 Kilometer gefahren. Das sind 100 Kilometer die Woche. Dafür, dass ich in Elternzeit bin und nur mal hier und da hin gurke, finde ich das schon recht viel. Gut, man muss sehen, dass ich die große Familienkutsche habe und damit natürlich auch Ausflüge am Wochenende gemacht werden. Außerdem hole ich die Kleene jeden Tag mit dem Auto von der Kita ab. 4 Kilometer sind mir einfach zu weit zu laufen. Radfahren kommt derzeit noch nicht in Frage, da der Kleine Herr noch nicht sitzen kann. Ich hoffe, dass ich wieder mehr radel, wenn der Kleine in den Anhänger passt.

 

Verschwendung:

Uuuuh, wenn man mal gezielt drauf achtet, sind es echt ganz schön viele Lebensmittel die man so in einem Monat in den Müll pfeffert. Das habe ich weggeschmissen: 1 Gurke, 1 Stückchen Feta, 2 Aprikosen, 1 Mandarine, 1 halbes Päckchen Frischkäse, 2 Scheiben Wurst, 1 Hand voll geriebenen Käse, 1 Päckchen Sahne, 3 Scheiben Brot, 4 kleine Kartoffeln (die waren schon gaaanz weich, aber immerhin hab ich sie noch als Stempel für die Kleene genutzt). Wenn man es noch mit dazu rechnen möchte, hab ich auch noch eine halbe Schüssel Nudelsalat, Kräuterbutter, Quinoasalat, Tomate-Morzarella und ein bisschen Spießbraten weggeschmissen. Dazu muss ich aber sagen, dass die Sachen von einer Party kamen (vom Schwiegersohn der Tante meines Mannes) und sooo viel wie übrig geblieben war konnten wir einfach nicht essen. Wir haben uns 3 Tage von den Salaten ernährt, danach waren sie zum einen nicht mehr genießbar und zum anderen konnten wir es auch nicht mehr sehen.

Dennoch, von dem was ich alles in den Müll geworfen habe, hätte man durchaus 1 oder 2 Tage satt werden können. Also, künftig besser planen!


Jetzt aber noch ein kleines DIY für Euch.

Ich muss sagen, ich bin nicht so der Schnäppchenjäger. Wenn andere vor Freude von einem Laden zum nächsten hüpfen, weil die Schaufenster leuchtend rot Schnäppchen versprechen, bin ich eher genervt. Chaotische Wühltische machen mir beim shoppen einfach keinen Spaß. Für Flomärkte, Kleidermärkte und Portale wie Kleider- und Mamikreisel, kann ich mich aber durchaus begeistern. Und wo manch einer denkt: "ach so ein langweiliges T-Shirt, was soll ich damit?" Denke ich: "Super! Wie kann ich das pimpen?" Auf einem Kleidermarkt habe ich so einige Shirts für den Kleinsten gefunden. Ganz ohne putzigen Teddy der in einem niedlichen Trecker sitzt und dabei über eine Blumenwiese fährt. 3 T-Shirts, 3 Varianten sie zu verschönern.


Das blaue Shirt habe ich mit Flexfolie bedruckt. Ich bin stolze Besitzerin eines Plotters und habe den Druck damit gestaltet. Ich finde kleine Jungs müssen cool sein!


Das khakifarbene Shirt habe ich mit der Nähmaschine bearbeitet. Waschbär auf Vliesofix zeichnen, aufbügeln und mit engem Zickzackstich applizieren - fertig. Wenn ich was auf fertige Shirts appliziere, mache ich das meist am unteren Rand, natürlich kann man das Motiv auch auf die Brust machen, aber man muss immer drauf achten, dass man den Stoff vom Rückenteil nicht mit einnäht. Also macht et Euch leicht und näht unten was an den Rand. Als Inspiration hab ich ein Pinboard extra fürs applizieren, da ist auch irgendwo ein Waschbär zu finden. Waschbären finde ich super, da sie durch ihre Maske aussehen wie kleine Verbrecher.


Das grün-weiße Shirt, fand ich eigentlich auch ohne Druck ganz schön, aber irgendwie war ich gerade so im Upcycling-Fieber, dass ich da auch noch was mit anstellen musste. Also habe ich mir mit einem Zauberstift einen Stern vorgezeichnet und ihn mit Stickgarn draufgestickt. Ist auch mal schön vor dem Fernseher zu sitzen und dabei mit der Hand zu nähen. Das Garn habe ich übrigens ein bisschen ausgedünnt und nur 2 Fäden vernäht um das Shirt noch kaputt zu machen.

Wie ist das bei Euch mit dem umweltbewussten Leben? Seit Ihr auch Upcycling-Fans?


Einen schönen Creadienstag! Tschöö, Eure Sandy

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Kommentare: 5
  • #1

    Daniela (Dienstag, 22 September 2015 14:49)

    Ich finde den Waschbären total toll!!!
    Dreimal Daumen hoch :)

  • #2

    Biene (Dienstag, 22 September 2015 22:21)

    Es gefällt mir richtig gut, wie Du Dich mit den Problematiken auseinandersetzt, sei es Benzinverbrauch, waschzeugs oder dem Wegwerfen von Essen.
    Es ist schwer, bleib dran!
    Liebe Grüße, Biene

  • #3

    Sandy Tintenelfe (Dienstag, 22 September 2015 22:53)

    @Daniela: vielen Dank! Der Waschbär hat es mir auch angetan :-)
    @Biene: Danke :-) Ich werde dran bleiben und versuche Schritt für Schritt ein bisschen mehr grün in meinen Alltag einzubauen.

  • #4

    Steffi (Samstag, 03 Oktober 2015 20:58)

    Huhu! Alle drei Shirts sind toll. Ich habe auch gerade was auf ein Shirt geplottet. Damit kann man echt jedes Shirt pimpen.
    LG Steffi

  • #5

    Der Olle (Dienstag, 06 Oktober 2015 16:40)

    Ich ess jetzt auch kein Fleisch mehr. Mal sehen wie lange ich durchhalte. Und mein Favorit ist der Gentleman ;-)